Mit einem 8-Tonnen-Mobilbagger und einem geschulten Zweierteam rücken wir auf den beengten Baustellen im Koblenzer Stadtgebiet an – oft in Hanglage oder direkt an der Terrassenkante des Mittelrheins. Die Schürfgrube, im Fachjargon auch Sondierbohrung mit direkter Bodenansprache genannt, beginnt hier selten ohne eine vorherige Korngrößenanalyse, weil das quartäre Rheinschotterpaket unter der Innenstadt je nach Tiefenlage stark variiert. Unser Baggerführer setzt die Schaufel exakt nach den Vorgaben des geotechnischen Aufschlussplans, während der Ingenieur parallel das freigelegte Profil aufnimmt – Schichtgrenzen, Lagerungsdichte, Wasserzutritte. In den engen Gassen der Altstadt passen wir die Grubenabmessungen den Platzverhältnissen an, ohne Abstriche an der Aussagekraft der Aufnahme zu machen.
Eine fachgerecht angelegte Schürfgrube ersetzt keine Bohrung – aber sie liefert die ungestörte visuelle Information, die kein Sondierdiagramm abbilden kann.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Die Stadtentwicklung von Koblenz nach dem Zweiten Weltkrieg hat die geotechnische Situation nachhaltig verändert. Beim Wiederaufbau der stark zerstörten Innenstadt wurden großflächig Trümmerschichten und Auffüllungen eingebracht, die heute unterhalb des Straßenniveaus ein völlig heterogenes Material mit Ziegelresten, Betonbruch und organischen Einschlüssen bilden. In diesen urbanen Auffüllungen kann eine Schürfgrube Hohlräume, alte Kellergewölbe oder unzureichend verdichtete Verfüllungen aufdecken, deren Übersehen fatale Setzungsschäden an Neubauten verursacht. Ein weiteres Risiko im Talkessel ist die Hochwasserbeeinflussung: Bei Rheinhochwasser steigt der Grundwasserspiegel sprunghaft an, was die Standsicherheit unverkleideter Grubenwände bei laufender Aufnahme beeinträchtigen kann. Wir sichern die Gruben in solchen Fällen mit Stahlverbauplatten oder arbeiten – wenn der Platz fehlt – mit einem gestaffelten Aufschlusskonzept.
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Unsere Leistungen
Unser technisches Leistungsspektrum rund um die Schürfgrube deckt die Anforderungen von Architekten, Tragwerksplanern und Bodengutachtern in Koblenz ab:
Geotechnischer Aufschluss per Schürfgrube
Maschineller Aushub mit lagenweiser Bodenansprache, Entnahme von Rückstellproben und Erstellung eines bemaßten Schichtenverzeichnisses nach DIN 4023.
Kombinierte Erkundung Schurf + Sondierung
Ergänzung der Schürfgrube um schwere Rammsondierungen (DPH) oder Rammsondierungen (DPL) zur Ermittlung der Lagerungsdichte unterhalb der Aushubsohle.
Baugrubenabnahme und Gründungsberatung
Inspektion der Baugrubensohle auf Abweichungen vom Baugrundgutachten, Beurteilung der Tragfähigkeit und Freigabe für die Bewehrungsarbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Schürfgrube in Koblenz ungefähr?
In diesem Richtpreis sind die Maschinengestellung mit Fahrer, die Ingenieurleistung für die Bodenaufnahme und das Schichtenverzeichnis enthalten.
Wie tief kann eine Schürfgrube im Koblenzer Schotter ausgeführt werden?
Mit einem 8-Tonnen-Mobilbagger erreichen wir in den Rheinschottern und Terrassensedimenten Koblenz' üblicherweise Tiefen zwischen 2,50 m und 4,80 m. Bei stark verkittetem Konglomerat oder grobblockigem Material kann die Endtiefe geringer ausfallen; in bindigen Deckschichten sind auch tiefere Aufschlüsse möglich.
Welche Vorteile hat die Schürfgrube gegenüber einer reinen Bohrung?
Die Schürfgrube liefert eine flächenhafte, visuell beurteilbare Aufschlusswand, an der Schichtgrenzen, Gefügemerkmale und Steingrößen direkt erkennbar sind – Informationen, die bei einer Bohrung nur punktuell aus Bohrgut oder Sondierdiagrammen abgeleitet werden können. Besonders in den heterogenen Auffüllungen der Koblenzer Innenstadt ist dieser Vorteil entscheidend.
Benötige ich für die Schürfgrube eine behördliche Genehmigung?
In Koblenz gelten die allgemeinen Regelungen der DIN 4124 zur Baugrubensicherung. Bei Tiefen über 1,25 m muss die Standsicherheit nachgewiesen sein. Wir stimmen die Ausführung mit dem zuständigen Bauamt ab und kümmern uns um die erforderliche Verkehrssicherung, falls die Grube im öffentlichen Straßenraum liegt.