Das Mittelrheintal mit seinen steilen Schieferhängen und Terrassenkanten prägt das Stadtbild von Koblenz wie kaum eine andere deutsche Großstadt. Der Rhein und die Mosel haben hier tiefe Einschnitte geschaffen, die an vielen Stellen instabile Böschungen hinterlassen. Wer in Koblenz baut, kennt die Herausforderungen: Die Wechsellagerung von Tonschiefer, Grauwacke und quartären Auelehmschichten reagiert empfindlich auf Starkregen und schwankende Grundwasserstände. Eine fundierte Böschungsstabilitätsanalyse ist daher nicht nur eine Normforderung, sondern essenziell für jede Baumaßnahme, die in Hanglage oder oberhalb einer Stützmauer geplant wird. Wir kombinieren langjährige Erfahrung im Rheinischen Schiefergebirge mit modernster Analytik, um Bruchmechanismen zuverlässig zu identifizieren und wirtschaftliche Sicherungskonzepte zu entwickeln.
Die Schieferverwitterung am Mittelrhein erzeugt oft Gleithorizonte in nur 2 bis 5 Metern Tiefe – eine präzise Analyse ist hier alternativlos.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

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Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Die geologische Karte von Koblenz zeigt auf engstem Raum eine hohe Variabilität: Während die Hochflächen von Lösslehm überdeckt sind, treten an den Prallhängen von Rhein und Mosel die unterdevonischen Hunsrückschiefer und die Ems-Quarzite zutage. Das größte Risiko für die Böschungsstabilität liegt in den tonig zersetzten Schieferzonen, die nach Niederschlag binnen Stunden aufweichen und Kohäsion verlieren. In unserer Praxis sehen wir immer wieder Altböschungen aus den 1960er-Jahren, die ohne ingenieurtechnische Sicherung auskamen und heute erste Kriechbewegungen zeigen. Besonders heikel sind die Übergänge zwischen Fels und Lockergestein, denn hier konzentrieren sich Sickerwasserströme und bauen Porenwasserdruck auf. Eine sorgfältige Böschungsstabilitätsanalyse erfasst diese Detailzonen und liefert belastbare Aussagen zum globalen Sicherheitsfaktor, bevor es zu unerwarteten Rutschungen kommt.
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Unsere Leistungen
Unsere Leistungen zur Böschungsstabilitätsanalyse in Koblenz umfassen den gesamten Bearbeitungsweg von der Erkundung bis zum standsicheren Nachweis.
Geotechnische Erkundung am Hang
Kernbohrungen und Baggerschürfe in schwer zugänglichem Gelände zur Aufnahme von Schichtprofilen und Entnahme gestörter sowie ungestörter Proben.
Laborversuche zur Scherfestigkeit
Triaxial- und Rahmenscherversuche an Schieferzersatz und Auelehm zur Bestimmung von Reibungswinkel, Kohäsion und Steifemodul.
Numerische Standsicherheitsberechnung
Aufbau eines FEM-Modells mit PLAXIS oder ZSoil zur Simulation komplexer Geometrien, inklusive Berücksichtigung von Stützbauwerken und Aushubphasen.
Bewertung von Niederschlagsereignissen
Analyse der Sickerlinienentwicklung bei Starkregen nach KOSTRA-DWD-Daten für den Raum Koblenz, um die Langzeitsicherheit der Böschung zu gewährleisten.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Böschungsstabilitätsanalyse in Koblenz?
Der genaue Preis hängt von der Hanghöhe, der bereits vorhandenen Datenlage und der Anzahl der erforderlichen Laborversuche ab. Wir erstellen vorab ein transparentes Angebot, das alle Erkundungs- und Berechnungsschritte auflistet.
Ab welcher Hangneigung wird in Koblenz eine Böschungsstabilitätsanalyse verlangt?
Eine pauschale Gradzahl gibt die Norm nicht vor, aber in der Koblenzer Baupraxis verlangt das Bauordnungsamt bei Böschungen steiler als etwa 25° und Höhen über 3 Metern fast immer einen geotechnischen Standsicherheitsnachweis. Entscheidend sind jedoch die Untergrundverhältnisse: Selbst flachere Hänge aus tonigem Schieferzersatz können bei Wasserzutritt kritisch werden.
Welche Software wird für die Berechnung verwendet?
Wir arbeiten mit etablierter geotechnischer Software wie PLAXIS 2D/3D für Finite-Elemente-Berechnungen sowie mit GGU-STABILITY und DGGT- konformen Grenzgleichgewichtsprogrammen. Die Auswahl des Verfahrens richtet sich nach der Komplexität des Bruchkörpers und dem gewünschten Detaillierungsgrad der Verformungsprognose. Mehr Info.