In Koblenz und dem umliegenden Mittelrheintal erfordern die heterogenen Böden aus Terrassenschottern, Auelehmen und gelegentlich gering tragfähigen Füllungen oft eine gezielte Bodenverbesserung. Unsere Kategorie deckt sämtliche Verfahren ab, die gemäß DIN 4093 und den ergänzenden Empfehlungen des Arbeitskreises „Baugrundverbesserung“ der DGGT bemessen werden, um Setzungen zu minimieren und die Tragfähigkeit zu erhöhen. Ein zentrales Verfahren ist die Bemessung der Rütteldruckverdichtung, die sich besonders für die Nachverdichtung locker gelagerter Sande und Kiese eignet. Bei weicheren bindigen Schichten kommt dagegen die Bemessung von Schottersäulen (Stone Columns) zum Einsatz, um Lasten tiefgründig abzutragen.
Diese Leistungen sind maßgeblich für den Neubau von Verkehrsinfrastrukturen, Gewerbehallen und Wohnquartieren auf ehemaligen Hafen- oder Industrieflächen, wo die anstehenden Böden ohne Verbesserung nicht ausreichen. Auch bei der Ertüchtigung von Hochwasserschutzanlagen entlang von Rhein und Mosel wird die Tiefenverdichtung oder der Säuleneinbau planerisch begleitet. Für komplexe Baugrundsituationen kombinieren wir die genannten Verfahren mit ergänzenden Lösungen aus unserem Portfolio, stets abgestimmt auf das lokale Baugrundrisiko und die geltenden Erdbebennormen nach DIN EN 1998-1/NA.
In Koblenz entscheiden oft wenige Dezimeter freie Stahllänge über die Standsicherheit einer ganzen Baugrubenwand.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Koblenz liegt auf rund 65 m ü. NHN, doch die Hanglagen zur Mosel und zum Rhein erreichen Neigungen von über 30°. Eine fehlerhafte Ankerbemessung wird hier schnell zum Sicherheitsrisiko – besonders in den Schieferverwitterungszonen, wo die Kluftreibung mit zunehmender Durchfeuchtung drastisch abfällt. Reißt ein Anker im Lockergestein aus, versagt die gesamte Stützwand progressiv. Wir begegnen dem durch eine konservative Festlegung der Herausziehwiderstände auf Basis von Mindest-Erfahrungswerten aus Koblenzer Baugrundgutachten und durch eine enge Abstimmung mit dem Baugruben-Monitoring während der Aushubphase. Die hohe Besiedlungsdichte in der Altstadt erfordert zudem verformungsarme Ankersysteme, um Setzungen an Nachbarbebauung auszuschließen.
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Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum deckt den gesamten technischen Ablauf ab – von der Vorbemessung bis zur Abnahmeprüfung auf der Baustelle in Koblenz.
Vorbemessung und Statik
Ermittlung der Ankerkräfte am räumlichen Stabwerksmodell. Festlegung von Ankerneigung, Länge und Verpresskörpergeometrie spezifisch für Rheinschotter und Tonschiefer.
Eignungs- und Abnahmeprüfungen
Durchführung von Zugversuchen nach DIN EN 1537 direkt auf Ihrer Baustelle. Dokumentation des Kriechmaßes und der elastischen Dehnung für das Prüfprotokoll.
Beratung Korrosionsschutz
Auswahl des Korrosionsschutzes (Klasse I/II) in Abhängigkeit von der Standzeit und der chemischen Analyse des Grundwassers im Koblenzer Becken.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Ankerbemessung für eine Baugrube in Koblenz?
Eine genaue Kalkulation erfolgt nach Vorlage des Baugrundgutachtens und des Lageplans.
Welchen Korrosionsschutz brauche ich für einen Daueranker am Rhein?
Permanente Anker in Koblenz, insbesondere im Einflussbereich von Rheinhochwasser und Tausalz, müssen mindestens Korrosionsschutzklasse II nach DIN EN 1537 aufweisen. Entscheidend ist eine dichte Zementsteinummantelung und ein doppeltes Hüllrohrsystem mit werksseitiger Fettfüllung.
Ab wann ist eine aktive Vorspannung nötig?
Aktive Litzenanker setzen wir in Koblenz immer dann ein, wenn die zulässige Kopfverformung unter 10 mm bleiben muss – etwa bei angrenzender Altbebauung oder unter Bahntrassen. Passive Stabanker sind ausreichend, wenn geringe Verformungen toleriert werden können und der Boden eine ausreichende Vorspannung durch Eigenbewegung aufbaut.