In Koblenz sehen wir immer wieder, dass die Verkehrsflächen mehr aushalten müssen, als man auf den ersten Blick denkt. Die Stadt liegt nicht nur am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, sondern auch in einer Zone mit teils stark wechselnden Untergründen auf engstem Raum – von den Terrassenschottern im Tal bis zu den verwitterten Schieferböden der Mittelgebirgshänge. Das macht die Bemessung von Verkehrswegen zu einer Aufgabe, bei der man den Boden nicht einfach ignoriert. Wenn wir eine starre Fahrbahn für ein Gewerbegebiet in Koblenz-Rauental oder eine Busspur in der Goldgrube bemessen, fangen wir nie bei null an: Zuerst schauen wir uns die lokale Tragfähigkeit an, oft ergänzt durch eine Korngrößenanalyse des anstehenden Materials, damit die spätere Bettungsschicht auch wirklich zum Untergrund passt. Denn eine Betonplatte ist nur so gut wie das, worauf sie liegt. In unserer Erfahrung hilft es, das Ganze als System zu denken – Platte, Unterlage, Untergrund – und nicht als isoliertes Bauteil. Gerade in Koblenz mit seinen bis zu 169 Metern Höhenunterschied zwischen Rheinufer und Kühkopf muss man mit Hangwasser und unterschiedlichen Verdichtungsgraden rechnen.
Eine starre Fahrbahn in Koblenz muss mehr als nur Verkehr tragen – sie muss mit den wechselhaften Böden zwischen Rhein und Hunsrück klarkommen.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Die RStO 12 und die ZTV Beton-StB 07 geben den Rahmen vor, aber in Koblenz kommt die Topografie als Risikofaktor dazu. An Hängen wie am Asterstein oder an der Karthause kann Wasser hinter der Fahrbahn drücken und die Unterlage ausspülen, wenn die Entwässerung nicht auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmt ist. Das größte Problem, das wir in der Praxis sehen, sind aber Setzungsunterschiede – vor allem dort, wo eine starre Fahrbahn an eine alte flexibel ausgebaute Strecke grenzt oder wo der Untergrund von Rheinkies auf verwitterten Tonschiefer wechselt. Passiert das, entstehen Stufen in der Fahrbahndecke, und die Reparatur ist aufwendig. Wir empfehlen deshalb bei Neubauprojekten in Koblenz immer, den Untergrund in engeren Abständen zu erkunden, als es die Regelwerke pauschal vorgeben. Auch die richtige Fugenausbildung – ob Raumfuge, Pressfuge oder Scheinfuge – ist hier entscheidend, damit die Platte arbeiten kann, ohne unkontrolliert zu reißen. Die Investition in eine saubere Bemessung und eine begleitende Qualitätssicherung während des Baus rechnet sich schnell, wenn man die langen Nutzungszeiten von 30 Jahren und mehr betrachtet.
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Unsere Leistungen
Unsere Arbeit endet nicht bei der rechnerischen Bemessung. Wir begleiten Koblenzer Projekte von der ersten Sondierung bis zur Abnahme der Betonfläche und prüfen, ob das, was geplant wurde, auch eingebaut wird.
Dimensionierung der Betonplatte
Rechnerische Festlegung von Plattendicke, Bewehrung und Fugenanordnung gemäß Belastungsklasse und Untergrundverhältnissen in Koblenz.
Baugrunderkundung für Verkehrsflächen
Durchführung von Sondierungen, Rammsondierungen und Laboranalysen zur Bestimmung des Verformungsmoduls und der Frostsicherheit des Untergrunds.
Qualitätssicherung im Einbau
Prüfung der Betongüte, der Fugengeometrie und der Ebenheit während und nach dem Bau, inklusive Plattendruckversuchen auf der fertigen Schottertragschicht.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist in Koblenz eine starre Fahrbahn besser als eine flexible?
In unserer Erfahrung lohnt sich die starre Fahrbahn in Koblenz vor allem dort, wo der Untergrund zu Setzungsunterschieden neigt – etwa beim Übergang von Rheinschotter zu verwittertem Schiefer – oder wo Busverkehr und enge Kurvenradien auftreten. Die Platte verteilt die Last breit und reduziert Spurrillen.
Mit welchen Kosten muss man für die Bemessung einer starren Fahrbahn rechnen?
Für die reine Bemessung und die begleitende Baugrunduntersuchung bewegen sich die Kosten je nach Umfang und Flächengröße in einem Rahmen von etwa €1.460 bis €6.030. Der konkrete Aufwand hängt stark von der Anzahl der notwendigen Sondierungen und Laborversuche ab.
Welche Rolle spielt der Plattendruckversuch bei der Bemessung?
Der Plattendruckversuch nach DIN 18134 ist für uns das entscheidende Werkzeug, um den Verformungsmodul EV2 auf der Tragschicht nachzuweisen. Ohne diesen Nachweis können wir in Koblenz keine Freigabe für den Betoneinbau geben, weil die Gefahr von ungleichmäßigen Setzungen einfach zu hoch ist.
Wie lange hält eine richtig bemessene starre Fahrbahn?
Bei korrekter Bemessung und fachgerechtem Einbau – und das ist unser Anspruch für Projekte in Koblenz – liegt die Nutzungsdauer einer starren Fahrbahn typischerweise bei 30 bis 35 Jahren. Wir sehen hier immer wieder Flächen aus den 90er Jahren, die noch ohne nennenswerte Schäden funktionieren, abgesehen von normalem Fugenverschleiß.