Ein schlanker CPT-Raupenträger fährt auf die Baustelle in Koblenz-Metternich. Hinten montiert: der Seilkern für den Piezocone. Vorne drückt der Hydraulikzylinder die Messspitze zentimetergenau in den Untergrund. Wir messen Porenwasserdruck, Spitzendruck und Mantelreibung – simultan und in Echtzeit. Das ist der erste Schritt einer belastbaren Bodenverflüssigungsanalyse. Koblenz liegt am nördlichen Ende des Oberrheingrabens. Hier treffen Rheinschotter, Auenlehme und tertiäre Tone aufeinander. Gerade die jungen, locker gelagerten Sande und Schluffe in Flussnähe können sich unter Erdbebenlast wie eine Flüssigkeit verhalten. Die Folgen für Fundamente und Leitungen sind gravierend. Mit einer Kombination aus CPT-Versuch und dynamischen Laborversuchen bestimmen wir den Sicherheitsfaktor gegen Verflüssigung für jeden Bauwerksstandort.
Verflüssigung tritt nicht nur in Japan oder Kalifornien auf – das Mittelrheingebiet hat seismische Quellen, die für locker gelagerte Sande kritisch werden können.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Die Baugrundverhältnisse in Koblenz wechseln auf kurzer Distanz. In der Goldgrube finden wir oft dichte Terrassenkiese mit hoher Lagerungsdichte – hier ist das Verflüssigungsrisiko gering. Zwei Kilometer weiter, in den Moselauen bei Koblenz-Güls, stehen hingegen junge, wassergesättigte Flusssande an. Ein Beben der Magnitude 5,5, wie es das historische Ereignis von 1992 im Rheinland gezeigt hat, würde dort Porenwasserüberdrücke erzeugen. Eine Baugrunduntersuchung ohne Verflüssigungsanalyse ist in solchen Lagen ein kalkulierbares, aber unnötiges Risiko. Wir sehen immer wieder Bauherren, die erst nach Setzrissen im Neubau feststellen, dass der Boden unter zyklischer Last an Tragfähigkeit verloren hat. Eine frühzeitige Untersuchung kostet einen Bruchteil der nachträglichen Unterfangung oder Tiefgründung.
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Unsere Leistungen
Unsere Leistungen decken den gesamten Untersuchungszyklus ab – von der Feldkampagne bis zum rechnerischen Nachweis.
Verflüssigungsnachweis für Neubauprojekte
Kombination aus CPTu-Sondierung und zyklischem Triaxialversuch für Einfamilienhäuser, Mehrgeschossbauten und Gewerbehallen in Koblenz. Sie erhalten einen Berechnungsbericht mit Sicherheitsfaktoren und Empfehlungen zur Baugrundverbesserung.
Seismische Standortklassifizierung
Ermittlung der Vs30 über MASW-Messungen. Notwendig für die korrekte Einstufung in eine Baugrundklasse nach DIN EN 1998-1. Besonders relevant für die Stadtteile mit heterogenem Untergrund wie Asterstein oder Arzheim.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Bodenverflüssigungsanalyse für ein Grundstück in Koblenz?
Der Preis hängt von der Anzahl der CPT-Sondierungen, der notwendigen Labortests und dem Umfang des geotechnischen Berichts ab. Pauschalangebote ohne Vorbesichtigung sind unseriös – wir schauen uns die Bodenverhältnisse vor Ort an.
Ab wann ist eine Verflüssigungsanalyse in Koblenz Pflicht?
Die DIN EN 1998-5 verlangt eine Untersuchung, wenn der Baugrund aus locker gelagerten, wassergesättigten Sanden oder Schluffen besteht und die seismische Bemessungsbeschleunigung über 0.4 m/s² liegt. In Koblenz sind besonders die Flussniederungen von Rhein und Mosel betroffen. Ihr Tragwerksplaner oder Geotechniker kann die Notwendigkeit anhand des Baugrundgutachtens beurteilen.
Welche Bodenverbesserung empfehlen Sie bei Verflüssigungsgefahr in Koblenz?
Das hängt von der Tiefe der verflüssigungsgefährdeten Schicht ab. Bei geringmächtigen Schichten bis 4 Meter Tiefe kommt ein Bodenaustausch mit verdichtetem Schotter in Frage. Bei tieferen Horizonten setzen wir häufig Rüttelstopfverdichtung oder Injektionsverfahren ein. Die Wahl der Methode legen wir im geotechnischen Bericht fest.