Koblenz
Koblenz, Germany

Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Koblenz – Labor nach DIN EN ISO 17892-4

Bei einem Neubauprojekt in der Nähe der Festung Ehrenbreitstein zeigte sich letztes Jahr ein typisches Problem: Der Aushub offenbarte stark heterogene Schichten aus Rheinschotter und eingelagerten Feinsedimenten. Die Sieblinie allein hätte die Tragfähigkeit falsch eingeschätzt – hier entschied erst die kombinierte Korngrößenanalyse über die Frostempfindlichkeit und die notwendige Verdichtbarkeit. In Koblenz am Zusammenfluss von Rhein und Mosel treffen wir regelmäßig auf fluviatile Ablagerungen, deren Kornverteilung von grobkiesigen Lagen bis zu tonigen Schluffen reicht. Unsere Korngrößenanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 kombiniert die Trockensiebung für die Grobfraktion mit dem Aräometerverfahren für den Feinkornanteil. Ergänzend zur Bestimmung der Sieblinie setzen wir bei bindigen Auffüllungen im Stadtgebiet oft den Atterberg-Grenzen Versuch ein, um die Plastizität der Feinsedimente korrekt zu klassifizieren.

Die Kornverteilungskurve ist kein Selbstzweck – sie steuert in Koblenz direkt die Wahl zwischen Flachgründung auf Rheinkies oder Pfahlgründung im Moselschluff.

Technische Details zur Leistung in Koblenz

In der Koblenzer Baupraxis beobachten wir immer wieder, dass die Schluff- und Tonanteile in den Moselterrassen stark schwanken – manchmal auf wenigen Metern Distanz. Die kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse liefert hier die entscheidende Datengrundlage für die Bodenklassifikation nach DIN 18196. Bei grobkörnigen Böden mit einem Feinkornanteil unter 15 % genügt meist die reine Siebanalyse. Sobald jedoch mehr Feinstkorn vorhanden ist, wird das Aräometerverfahren nach Stokes zwingend erforderlich. Aus einem Bohrkern im Stadtteil Metternich erhielten wir kürzlich einen fast schwarzen Ton mit über 40 % Kornanteil kleiner 2 μm – ohne Hydrometermessung wäre die Konsistenzzahl und damit die Setzungsprognose völlig unbrauchbar gewesen. Unsere Laborausstattung erfasst den gesamten Korngrößenbereich von 63 mm Kies bis unter 0,001 mm Tonfraktion zuverlässig und normkonform. Die Aufbereitung mit Dispergiermittel und die Temperaturkorrektur während der Aräometerablesung erfolgen nach den strengen Vorgaben der DIN EN ISO 17892-4:2017.
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Koblenz – Labor nach DIN EN ISO 17892-4
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Koblenz – Labor nach DIN EN ISO 17892-4
ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN ISO 17892-4:2017
Messbereich0,001 mm bis 63 mm
Siebsatz0,063 / 0,125 / 0,25 / 0,5 / 1 / 2 / 4 / 8 / 16 / 31,5 mm
Aräometer-TypAräometer nach DIN 18123
DispergiermittelNatriumhexametaphosphat-Lösung
Bodengruppen nach DIN 18196GE, GW, GI, SE, SW, SI, GU, GT, SU, ST, UL, UM, UA, TL, TM, TA
Probenmenge Standardca. 2 kg (grobkörnig) / ca. 200 g (feinkörnig)
DatenausgabeKornsummenkurve, d10/d30/d60, Cu, Cc, k-Wert nach Hazen

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz

Die Bodenverhältnisse zwischen Karthause und dem Industriegebiet Rheinhafen unterscheiden sich fundamental: Auf den Höhen dominieren verwitterte Schiefer mit hohem Grobanteil, während rheinnahe Flächen mächtige Auelehm-Schichten mit über 60 % Feinkorn aufweisen. Eine Fehlklassifikation des Bodens aufgrund unvollständiger Korngrößenanalyse – etwa durch Verzicht auf den Hydrometerversuch – führt hier zu gravierenden Fehlentscheidungen. Wird ein frostempfindlicher Boden als nicht frostempfindlich eingestuft, drohen Frosthebungen unter der Bodenplatte, die in Koblenz mit seinen durchschnittlich 65 Frosttagen pro Jahr ein reales Schadensrisiko darstellen. Auch die Versickerungsfähigkeit nach DWA-A 138 hängt direkt von der Kornverteilung ab: Ein kf-Wert, geschätzt aus d10 ohne Hydrometerversuch, kann um den Faktor 10 danebenliegen. In der Konsequenz stehen falsch dimensionierte Rigolen oder unerwartete Aufstauungen im Bauwerk.

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Anwendbare Normen: DIN EN ISO 17892-4:2017 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 18123 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DWA-A 138 – Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau

Unsere Leistungen

Für Baugrundgutachten in Koblenz bieten wir die Korngrößenanalyse als Teil der Laborversuche oder als Einzelbestimmung an. Die Probenahme kann durch unser Team erfolgen oder Sie liefern gestörte Proben direkt an.

Kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse (Standard)

Vollständige Kornverteilung von Kies bis Ton. Inklusive Aufbereitung, Siebung über 63 μm und Aräometerversuch im Feinkornbereich. Ausgabe als Kornsummenkurve mit Tabellenwerten.

Einfache Siebanalyse (grobkörnig)

Reine Trockensiebung für Böden mit Feinkornanteil < 15 %. Prüfsiebung nach DIN EN ISO 17892-4 mit Standard-Siebsatz. Geeignet für Sande und Kiese aus Rheinschotter-Lagerstätten.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Korngrößenanalyse in Koblenz?

Eine reine Siebanalyse ohne Aräometerversuch ist entsprechend günstiger. Bei größeren Probenumfängen im Rahmen von Baugrundgutachten erstellen wir ein Pauschalangebot.

Warum reicht die Siebanalyse allein oft nicht aus?

Sobald der Feinkornanteil über 15 % liegt, entzieht sich der überwiegende Teil der spezifischen Oberfläche und der Plastizitätseigenschaften einer reinen Siebung. Das Aräometerverfahren nach Stokes erfasst die Kornfraktion unter 0,063 mm und ist für die korrekte Klassifikation nach DIN 18196 sowie für Frostsicherheits- und Verdichtbarkeitsbewertungen unverzichtbar.

Wie läuft die Probenahme in Koblenz ab?

Wir entnehmen gestörte Proben aus Schürfgruben, SPT-Sondierungen oder Rammkernsondierungen. Die Probenmenge richtet sich nach der maximalen Korngröße: Bei Kies bis 63 mm sind etwa 2 kg erforderlich, bei feinkörnigen Böden reichen 200 g. Die Proben werden gekühlt und unverzüglich ins Labor transportiert.

Welche Kennwerte liefert die Kornverteilungskurve für den Baugrund?

Aus der Sieblinie werden abgeleitet: Ungleichförmigkeitsgrad Cu, Krümmungszahl Cc, Durchlässigkeitsbeiwert kf nach Hazen, Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB, Verdichtbarkeitsklasse und Bodengruppe nach DIN 18196. Diese Parameter steuern direkt die Gründungsart, die Wahl des Verfüllmaterials und die Dimensionierung von Dränagen.

Abdeckung in Koblenz