Bei einem Neubauprojekt in der Nähe der Festung Ehrenbreitstein zeigte sich letztes Jahr ein typisches Problem: Der Aushub offenbarte stark heterogene Schichten aus Rheinschotter und eingelagerten Feinsedimenten. Die Sieblinie allein hätte die Tragfähigkeit falsch eingeschätzt – hier entschied erst die kombinierte Korngrößenanalyse über die Frostempfindlichkeit und die notwendige Verdichtbarkeit. In Koblenz am Zusammenfluss von Rhein und Mosel treffen wir regelmäßig auf fluviatile Ablagerungen, deren Kornverteilung von grobkiesigen Lagen bis zu tonigen Schluffen reicht. Unsere Korngrößenanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 kombiniert die Trockensiebung für die Grobfraktion mit dem Aräometerverfahren für den Feinkornanteil. Ergänzend zur Bestimmung der Sieblinie setzen wir bei bindigen Auffüllungen im Stadtgebiet oft den Atterberg-Grenzen Versuch ein, um die Plastizität der Feinsedimente korrekt zu klassifizieren.
Die Kornverteilungskurve ist kein Selbstzweck – sie steuert in Koblenz direkt die Wahl zwischen Flachgründung auf Rheinkies oder Pfahlgründung im Moselschluff.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Die Bodenverhältnisse zwischen Karthause und dem Industriegebiet Rheinhafen unterscheiden sich fundamental: Auf den Höhen dominieren verwitterte Schiefer mit hohem Grobanteil, während rheinnahe Flächen mächtige Auelehm-Schichten mit über 60 % Feinkorn aufweisen. Eine Fehlklassifikation des Bodens aufgrund unvollständiger Korngrößenanalyse – etwa durch Verzicht auf den Hydrometerversuch – führt hier zu gravierenden Fehlentscheidungen. Wird ein frostempfindlicher Boden als nicht frostempfindlich eingestuft, drohen Frosthebungen unter der Bodenplatte, die in Koblenz mit seinen durchschnittlich 65 Frosttagen pro Jahr ein reales Schadensrisiko darstellen. Auch die Versickerungsfähigkeit nach DWA-A 138 hängt direkt von der Kornverteilung ab: Ein kf-Wert, geschätzt aus d10 ohne Hydrometerversuch, kann um den Faktor 10 danebenliegen. In der Konsequenz stehen falsch dimensionierte Rigolen oder unerwartete Aufstauungen im Bauwerk.
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Unsere Leistungen
Für Baugrundgutachten in Koblenz bieten wir die Korngrößenanalyse als Teil der Laborversuche oder als Einzelbestimmung an. Die Probenahme kann durch unser Team erfolgen oder Sie liefern gestörte Proben direkt an.
Kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse (Standard)
Vollständige Kornverteilung von Kies bis Ton. Inklusive Aufbereitung, Siebung über 63 μm und Aräometerversuch im Feinkornbereich. Ausgabe als Kornsummenkurve mit Tabellenwerten.
Einfache Siebanalyse (grobkörnig)
Reine Trockensiebung für Böden mit Feinkornanteil < 15 %. Prüfsiebung nach DIN EN ISO 17892-4 mit Standard-Siebsatz. Geeignet für Sande und Kiese aus Rheinschotter-Lagerstätten.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Korngrößenanalyse in Koblenz?
Eine reine Siebanalyse ohne Aräometerversuch ist entsprechend günstiger. Bei größeren Probenumfängen im Rahmen von Baugrundgutachten erstellen wir ein Pauschalangebot.
Warum reicht die Siebanalyse allein oft nicht aus?
Sobald der Feinkornanteil über 15 % liegt, entzieht sich der überwiegende Teil der spezifischen Oberfläche und der Plastizitätseigenschaften einer reinen Siebung. Das Aräometerverfahren nach Stokes erfasst die Kornfraktion unter 0,063 mm und ist für die korrekte Klassifikation nach DIN 18196 sowie für Frostsicherheits- und Verdichtbarkeitsbewertungen unverzichtbar.
Wie läuft die Probenahme in Koblenz ab?
Wir entnehmen gestörte Proben aus Schürfgruben, SPT-Sondierungen oder Rammkernsondierungen. Die Probenmenge richtet sich nach der maximalen Korngröße: Bei Kies bis 63 mm sind etwa 2 kg erforderlich, bei feinkörnigen Böden reichen 200 g. Die Proben werden gekühlt und unverzüglich ins Labor transportiert.
Welche Kennwerte liefert die Kornverteilungskurve für den Baugrund?
Aus der Sieblinie werden abgeleitet: Ungleichförmigkeitsgrad Cu, Krümmungszahl Cc, Durchlässigkeitsbeiwert kf nach Hazen, Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB, Verdichtbarkeitsklasse und Bodengruppe nach DIN 18196. Diese Parameter steuern direkt die Gründungsart, die Wahl des Verfüllmaterials und die Dimensionierung von Dränagen.