Die Bemessung von Schottersäulen nach Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) mit Nationalem Anhang DIN EN 1997-1/NA stellt in Koblenz eine besondere Herausforderung dar. Die Stadt liegt nicht nur am Deutschen Eck, sondern auch mitten in einer komplexen quartären Abfolge des Rheintals. Hier wechseln sich Auelehme, sandige Kiese und organische Weichschichten auf engstem Raum ab. Wir greifen bei der Auslegung auf die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugrundverbesserung der DGGT zurück. Bevor eine Rüttelstopfsäule dimensioniert wird, klären wir die Untergrundverhältnisse mit einer Sondierung nach SPT, um die undrainierte Scherfestigkeit der weichen Schichten zu bestimmen. Die Bemessung selbst erfolgt nach dem Priebe-Verfahren, ergänzt durch numerische Simulationen bei unregelmäßigen Säulenrastern oder hohen Lasteinleitungen. In Koblenz profitieren wir von der engen Abstimmung mit den örtlichen Prüfämtern, was den Genehmigungsprozess spürbar beschleunigt.
Ein sauber dimensioniertes Schottersäulenraster reduziert Setzungen um bis zu 70 Prozent — und das ohne Aushub des Weichbodens.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Ein prägnantes Beispiel aus der Praxis: Ein siebengeschossiges Wohngebäude nahe der Moselweißer Straße stand auf einer 6 Meter dicken Schicht aus breiigem Auelehm. Der Bauherr hatte zunächst eine konventionelle Pfahlgründung kalkuliert, doch die Kosten und der Eingriff ins Grundwasserregime waren enorm. Unsere Baugrunduntersuchung zeigte, dass das Tragverhalten durch ein Raster von Schottersäulen mit 1,80 m Abstand und einem Durchmesser von 80 cm signifikant verbessert werden konnte. Der kritische Punkt war die Säulenherstellung im Trockenverfahren, da der hohe Grundwasserstand ein Einrieseln des Schotters verhinderte. Wir passten die Bemessung auf ein Nassverfahren an und erhöhten den Schotteranteil pro laufendem Meter um 15 Prozent. Die spätere Setzungsmessung bestätigte die Prognose auf den Millimeter. Ohne eine standortspezifische Bemessung wäre das Projekt in Koblenz finanziell gescheitert.
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Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum deckt den gesamten Prozess von der ersten Sondierung bis zur Abnahme auf der Baustelle ab. Wir planen nicht nur am Schreibtisch, sondern begleiten die Ausführung vor Ort in Koblenz:
Geotechnische Vorerkundung
Kombination aus Drucksondierungen (CPT) und Bohrungen mit Probenentnahme zur Bestimmung von cu-Werten und Steifemoduln der Weichschichten im Rheintal.
Numerische Bemessung
FE-Berechnungen mit Plaxis 2D/3D für komplexe Laststellungen, Einzelfundamente oder Übergänge zu starren Bauwerksteilen unter Berücksichtigung der Koblenzer Untergrundverhältnisse.
Herstellungsbegleitung
Überwachung der Säulenproduktion im Trocken- oder Nassverfahren, inklusive Protokollierung des Schotterverbrauchs und der Rütteltiefe pro Säule.
Qualitätssicherung
Durchführung von Lastplattendruckversuchen nach DIN 18134 auf der Einzelsäule und Rammsondierungen zur Kontrolle des Verdichtungsgrads im Säulenzwischenraum.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet die Bemessung von Schottersäulen in Koblenz?
Der Endpreis hängt stark davon ab, ob numerische 3D-Simulationen nötig sind und wie umfangreich die vorausgehende Baugrunderkundung ausfällt.
Wie tief können Schottersäulen in den Koblenzer Rheinsedimenten hergestellt werden?
Mit modernen Tiefenrüttlern erreichen wir im Koblenzer Raum Behandlungstiefen bis etwa 15 Meter. Die quartären Kiese und Sande im Liegenden der Weichschichten bieten einen guten Einbindungshorizont. Entscheidend ist, dass die Säule mindestens 0,5 Meter in eine tragfähige Schicht einbindet, um die Last sicher abzutragen.
Welches Bemessungsverfahren wenden Sie an?
Wir arbeiten nach dem Priebe-Verfahren, das von der DGGT empfohlen wird. Es liefert den Verbesserungsfaktor n für das Säulenraster. Bei unregelmäßigen Grundrissen oder konzentrierten Lasteinleitungen ergänzen wir die Handrechnung durch FE-Analysen, um die Spannungskonzentration in den Säulenköpfen wirklichkeitsnah abzubilden.
Sind Schottersäulen in Koblenz auch bei hohem Grundwasserstand wirtschaftlich?
Ja, in den meisten Fällen sind sie sogar wirtschaftlicher als eine Tiefgründung mit Pfählen. Das Nassverfahren mit Stützflüssigkeit kommt zum Einsatz, wenn der Grundwasserspiegel wie in Rheinnähe sehr hoch ansteht. Wir vermeiden so eine aufwändige Wasserhaltung und der Einbau des Schotters bleibt stabil.