Eine Baugrube in der Koblenzer Altstadt, kaum fünfzig Meter vom Deutschen Eck entfernt – der Aushub läuft, der Schotter ist eingebaut, die Walze hat ihre Bahnen gezogen. Jetzt stellt sich die Frage, die jeder Polier und Bauleiter in dieser Stadt kennt: Hält die Verdichtung den späteren Lasten stand? In unserer täglichen Arbeit begleiten wir genau diesen Moment, in dem die Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren den entscheidenden Nachweis liefert. Koblenz mit seinen rund 114.000 Einwohnern wächst stetig, und während im Stadtteil Metternich auf Lösslehm gegründet wird, trifft man in der Karthause auf verwitterten Taunusquarzit – Bedingungen, die eine sorgfältige Verdichtungskontrolle unverzichtbar machen. Das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 ist dabei unser Standardwerkzeug, weil es solid, normkonform und auch auf engstem Raum anwendbar ist, wo ein Nukleargerät längst an seine Grenzen stößt.
Ein fehlerhaft verdichteter Unterbau unter einer Bodenplatte kann Setzungen auslösen, deren Sanierung ein Vielfaches der ursprünglichen Prüfkosten verschlingt.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Vergleichen wir zwei typische Koblenzer Bauprojekte: eine Gewerbehalle im Industriegebiet Rheinhafen auf sandigen Rheinterrassen und ein Mehrfamilienhaus am Hangfuß in Pfaffendorf auf verwittertem Schiefer. Im ersten Fall droht bei unzureichender Verdichtung eine Setzungsmulde unter der Sohlplatte, die Risse in der Hallenkonstruktion nach sich zieht; im zweiten Fall kann eindringendes Wasser die Schieferlagen aufweichen und die Tragfähigkeit progressiv mindern. Beide Szenarien eint, dass ein lückenhafter Verdichtungsnachweis zum wirtschaftlichen Risiko wird – Nachbesserungen kosten Zeit, Stillstände kosten Geld, und ein Baustopp durch die Bauaufsicht gefährdet den gesamten Terminplan. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren ist die prüftechnische Antwort auf diese Unsicherheit, denn sie dokumentiert lagenweise den erreichten Verdichtungsgrad und schafft damit die belastbare Grundlage für die Abnahme.
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Unsere Leistungen
Wir begleiten Erd- und Straßenbauvorhaben in Koblenz mit einem abgestimmten Prüfprogramm, das über die reine Dichtemessung hinausgeht und die Anforderungen der ZTV E-StB 17 erfüllt:
Felddichtebestimmung (Sandkegel)
Lagenweise Prüfung des Verdichtungsgrads DPr auf Schottertragschichten, Hinterfüllungen und Leitungsgräben nach DIN 18125-2.
Proctorversuch
Ermittlung der Proctordichte ρPr als Referenzwert im Labor – unverzichtbar für die Auswertung der Felddichtebestimmung und bei wechselnden Bodenarten in der Baugrube.
Korngrößenanalyse
Bestimmung der Kornverteilung nach DIN EN ISO 17892-4, um die Verdichtbarkeit des anstehenden Materials zu beurteilen.
Plattendruckversuch
Ergänzende Prüfung des Verformungsmoduls Ev2 auf der fertig verdichteten Lage, wenn statische Anforderungen über die reine Dichte hinausgehen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Koblenz?
Bei größeren Prüflosen oder wiederkehrenden Einsätzen lassen sich wirtschaftlichere Konditionen vereinbaren.
Wie viele Prüfpunkte pro verdichteter Lage sind in Koblenz üblich?
Die ZTV E-StB 17 gibt ein Raster von einem Prüfpunkt je 1.000 bis 2.000 m² vor, wobei bei wechselnden Bodenverhältnissen – etwa im Bereich der Terrassenschotter nahe der Mosel – eine engmaschigere Prüfung sinnvoll sein kann. Wir stimmen das Prüfraster vor Beginn der Verdichtungsarbeiten mit der Bauleitung ab.
Ist das Sandkegelverfahren bei nassem Wetter auf der Baustelle einsetzbar?
Ja, das Verfahren funktioniert auch bei feuchter Witterung, solange der Prüfhorizont nicht unter Wasser steht. Der Kalibriersand muss trocken gelagert und verarbeitet werden, was wir mit wettergeschützten Prüfsets sicherstellen. Bei Dauerregen verschieben wir die Prüfung, um eine korrekte Volumenmessung zu gewährleisten. Mehr Info.