In-Situ-Prüfungen in Koblenz liefern verlässliche Kennwerte direkt am gewachsenen Boden und an künstlichen Schüttlagen – unverzichtbar im heterogenen Untergrund des Mittelrheintals mit seinen Terrassenschottern, Auelehmen und Schieferverwitterungen. Das Leistungsspektrum umfasst neben Rammsondierungen und Plattendruckversuchen vor allem die normgerechte Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren), die gemäß DIN 18125-2 eine präzise Ermittlung der Lagerungsdichte im Erd- und Straßenbau ermöglicht.
Diese Prüfungen begleiten klassisch den kontrollierten Wiedereinbau von Verfüllungen, die Qualitätssicherung von Leitungsgräben sowie die Nachverdichtungskontrolle unter Fundamenten und Verkehrsflächen. Ergänzend zur direkten Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) sichern dynamische Lastplattendruckversuche die flächendeckende Bewertung des Verformungsmoduls. So entsteht ein lückenloser Nachweis der Tragfähigkeit und Standsicherheit für Hoch- und Tiefbauprojekte in der Region.
In Koblenz entscheiden oft wenige Dezimeter freie Stahllänge über die Standsicherheit einer ganzen Baugrubenwand.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Koblenz liegt auf rund 65 m ü. NHN, doch die Hanglagen zur Mosel und zum Rhein erreichen Neigungen von über 30°. Eine fehlerhafte Ankerbemessung wird hier schnell zum Sicherheitsrisiko – besonders in den Schieferverwitterungszonen, wo die Kluftreibung mit zunehmender Durchfeuchtung drastisch abfällt. Reißt ein Anker im Lockergestein aus, versagt die gesamte Stützwand progressiv. Wir begegnen dem durch eine konservative Festlegung der Herausziehwiderstände auf Basis von Mindest-Erfahrungswerten aus Koblenzer Baugrundgutachten und durch eine enge Abstimmung mit dem Baugruben-Monitoring während der Aushubphase. Die hohe Besiedlungsdichte in der Altstadt erfordert zudem verformungsarme Ankersysteme, um Setzungen an Nachbarbebauung auszuschließen.
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Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum deckt den gesamten technischen Ablauf ab – von der Vorbemessung bis zur Abnahmeprüfung auf der Baustelle in Koblenz.
Vorbemessung und Statik
Ermittlung der Ankerkräfte am räumlichen Stabwerksmodell. Festlegung von Ankerneigung, Länge und Verpresskörpergeometrie spezifisch für Rheinschotter und Tonschiefer.
Eignungs- und Abnahmeprüfungen
Durchführung von Zugversuchen nach DIN EN 1537 direkt auf Ihrer Baustelle. Dokumentation des Kriechmaßes und der elastischen Dehnung für das Prüfprotokoll.
Beratung Korrosionsschutz
Auswahl des Korrosionsschutzes (Klasse I/II) in Abhängigkeit von der Standzeit und der chemischen Analyse des Grundwassers im Koblenzer Becken.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Ankerbemessung für eine Baugrube in Koblenz?
Eine genaue Kalkulation erfolgt nach Vorlage des Baugrundgutachtens und des Lageplans.
Welchen Korrosionsschutz brauche ich für einen Daueranker am Rhein?
Permanente Anker in Koblenz, insbesondere im Einflussbereich von Rheinhochwasser und Tausalz, müssen mindestens Korrosionsschutzklasse II nach DIN EN 1537 aufweisen. Entscheidend ist eine dichte Zementsteinummantelung und ein doppeltes Hüllrohrsystem mit werksseitiger Fettfüllung.
Ab wann ist eine aktive Vorspannung nötig?
Aktive Litzenanker setzen wir in Koblenz immer dann ein, wenn die zulässige Kopfverformung unter 10 mm bleiben muss – etwa bei angrenzender Altbebauung oder unter Bahntrassen. Passive Stabanker sind ausreichend, wenn geringe Verformungen toleriert werden können und der Boden eine ausreichende Vorspannung durch Eigenbewegung aufbaut.