Koblenz
Koblenz, Germany

Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Koblenz – Wasserdurchlässigkeit vor Ort bestimmen

In Koblenz treffen Mittelrhein und Mosel aufeinander, und genau diese Lage zwischen zwei großen Flussläufen prägt den Untergrund oft stärker, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Gerade in Ufernähe oder in den Seitentälern mit ihren Auelehmen und wechselnden Terrassenschottern kann die Durchlässigkeit des Bodens auf engstem Raum stark schwanken. Wer hier ein Bauwerk plant, kommt um einen belastbaren Wert für die Wasserdurchlässigkeit nicht herum. Der Felddurchlässigkeitsversuch – ob als Lefranc-Versuch im Lockergestein oder als Lugeon-Test im klüftigen Fels – liefert diese Kennwerte direkt im anstehenden Boden, ohne dass Proben im Labor ihre natürliche Struktur verlieren. In Kombination mit einer Korngrößenanalyse lässt sich das Sicker- und Drainageverhalten des Untergrunds präzise einstufen, was besonders bei Bauprojekten im Einzugsgebiet der Karthause oder entlang des Rheinhangs entscheidend sein kann.

Ein in-situ gemessener kf-Wert aus dem Lefranc-Versuch bildet die natürliche Schichtung und Klüftung ab – das kann keine Laborprobe leisten.

Technische Details zur Leistung in Koblenz

Der Koblenzer Untergrund ist geologisch ein echtes Mosaik: Im Stadtgebiet wechseln sich Schieferverwitterungshorizonte des Rheinischen Schiefergebirges, quartäre Flussterrassenkörper und Auenablagerungen ab. In den Hanglagen, etwa Richtung Ehrenbreitstein, trifft man oft auf stark klüftigen Tonschiefer – ideal für den Lugeon-Versuch, bei dem wir mit einem Doppelpacker das Gebirge abschnittsweise abdrücken und den Wasseraufnahmewert in Lugeon-Einheiten ermitteln. Unten im Tal, wo die Bebauung auf sandig-kiesigen Terrassen steht, kommt dagegen der Lefranc-Versuch zum Einsatz, meist in Bohrlöchern mit konstanter oder fallender Druckhöhe. Die Ergebnisse fließen direkt in die Versickerungsbemessung nach DWA-A 138 ein und helfen, teure Überdimensionierungen oder böse Überraschungen beim Aushub zu vermeiden. Bei Baugruben mit hohem Grundwasserandrang aus dem Rheinschotter ergänzen wir die Messung gelegentlich mit einer In-situ-Durchlässigkeitsmessung im Großmaßstab, wenn die Heterogenität des Kieskörpers eine größere Testfläche erfordert.
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Koblenz – Wasserdurchlässigkeit vor Ort bestimmen
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Koblenz – Wasserdurchlässigkeit vor Ort bestimmen
ParameterTypischer Wert
Prüfnorm LockergesteinDIN 18130-1, EN ISO 22282-2
Prüfnorm FelsEN ISO 22282-3 (Lugeon)
Bohrdurchmesser Lefranc100–200 mm (je nach Tiefe)
Teststrecke Lugeon1,0–5,0 m mit Doppelpacker
Druckstufen Lugeon3–5 Stufen, steigend/fallend
Messbereich kf10⁻³ bis 10⁻⁷ m/s
Typische Testtiefe in Koblenz3–25 m (Terrassen und Hangschutt)

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz

La geología local de Koblenz presenta características particulares que requieren un análisis técnico riguroso. Factores como la estratigrafía, el nivel freático y las condiciones sísmicas deben considerarse en cada proyecto para asegurar el desempeño estructural a largo plazo.

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Anwendbare Normen: DIN 18130-1: Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts, EN ISO 22282-2: Geotechnische Erkundung – Feldversuche – Bohrlochversuch (Lefranc), EN ISO 22282-3: Geotechnische Erkundung – Feldversuche – Wasserdruckversuch im Fels (Lugeon), DWA-A 138: Planung, Bau und Betrieb von Versickerungsanlagen, Eurocode 7 (EN 1997-2): Ergänzende Regelungen für Feldversuche

Unsere Leistungen

Unser Labor übernimmt den kompletten Ablauf der Felddurchlässigkeitsversuche in Koblenz – von der Einrichtung des Bohrlochs bis zum prüffähigen Protokoll. Die Leistungen decken sowohl Lockergesteins- als auch Felsuntersuchungen ab.

Lefranc-Versuch (Open-End / geschlossen)

Durchlässigkeitsmessung in Lockergesteinsbohrungen mit konstanter oder fallender Druckhöhe zur Bestimmung des kf-Werts für Versickerungsgutachten und Grundwasserabsenkung.

Lugeon-Versuch im Fels

Wasserabpressversuch mit Doppelpacker in klüftigem Schiefer oder verwittertem Fels, inklusive Auswertung nach Houlsby und Bestimmung der Gebirgsdurchlässigkeit.

Versickerungsnachweis DWA-A 138

Aufbereitung der Feldversuchsdaten für die Dimensionierung von Rigolen, Mulden und Sickerschächten nach aktuellem DWA-Regelwerk.

Kombinierte Durchlässigkeitsprofile

Erstellung tiefenabhängiger Durchlässigkeitsprofile durch gestaffelte Lefranc- oder Lugeon-Tests in einer Kernbohrung, besonders bei heterogenen Schichtfolgen in den Rheinterrassen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch in Koblenz ungefähr?

Größere Messkampagnen mit mehreren Testtiefen rechnen wir individuell ab.

Wann brauche ich einen Lugeon-Versuch und wann einen Lefranc-Versuch?

Der Lugeon-Test kommt im Fels zum Einsatz, wenn das Gebirge klüftig oder zerlegt ist – typisch für die Schieferhänge in Koblenz. Der Lefranc-Versuch ist die richtige Wahl in Lockergesteinen wie den sandig-kiesigen Rheinschottern oder in Auelehmen, wo der kf-Wert für die Versickerung oder Grundwasserabsenkung gebraucht wird.

Können Sie den Versuch in einer bereits abgeteuften Bohrung durchführen?

Ja, das ist sogar der Regelfall. Wir nutzen vorhandene Sondierbohrungen oder Pegelbohrungen. Wichtig ist, dass die Bohrlochsohle sauber ist und der Durchmesser zum Packersystem passt. Bei Bedarf spülen wir die Bohrung vor der Messung kurz nach.

Wie lange dauert ein Durchlässigkeitsversuch vor Ort?

Ein einzelner Lefranc-Test dauert in der Regel 45 bis 90 Minuten, ein Lugeon-Versuch mit mehreren Druckstufen und Sättigungsphase etwa 1,5 bis 3 Stunden. Die reine Messzeit hängt stark davon ab, wie schnell sich ein stationärer Strömungszustand einstellt – in sehr dichten Böden oder schwach klüftigem Fels kann das länger dauern.

Abdeckung in Koblenz