In Koblenz erfordern die heterogenen Baugrundverhältnisse – von quartären Rheinsedimenten bis zu devonischen Schieferverwitterungen – eine präzise Fundamentplanung nach DIN 4020 und den regionalen Vorgaben der LGB Rheinland-Pfalz. Unsere Kategorie „Fundamente“ bündelt alle Leistungen zur standsicheren Abtragung von Bauwerkslasten, angefangen bei der geotechnischen Erkundung bis zur Ausführungsplanung. Besonders bei schwierigem Untergrund bietet die numerische Pfahlgründungsbemessung nach Eurocode 7 eine wirtschaftliche Lösung für eine kontrollierte Lastableitung in tiefere, tragfähige Horizonte.
Typische Projekte reichen vom klassischen Einfamilienhaus in Hanglage über innerstädtische Wohnbebauung mit Tiefgaragen bis zu Ingenieurbauwerken entlang der Mosel. Die enge Verzahnung mit Baugruben- und Spezialtiefbaudienstleistungen stellt sicher, dass Ihr Fundament statisch optimiert und setzungsarm realisiert wird. Vertiefende Informationen zur Baugrunderkundung und zu ergänzenden Maßnahmen finden Sie in unseren Leistungen zur Baugrunduntersuchung und zur fachgerechten Beweissicherung an Bestandsgebäuden.
In Koblenz entscheiden oft wenige Dezimeter freie Stahllänge über die Standsicherheit einer ganzen Baugrubenwand.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Koblenz liegt auf rund 65 m ü. NHN, doch die Hanglagen zur Mosel und zum Rhein erreichen Neigungen von über 30°. Eine fehlerhafte Ankerbemessung wird hier schnell zum Sicherheitsrisiko – besonders in den Schieferverwitterungszonen, wo die Kluftreibung mit zunehmender Durchfeuchtung drastisch abfällt. Reißt ein Anker im Lockergestein aus, versagt die gesamte Stützwand progressiv. Wir begegnen dem durch eine konservative Festlegung der Herausziehwiderstände auf Basis von Mindest-Erfahrungswerten aus Koblenzer Baugrundgutachten und durch eine enge Abstimmung mit dem Baugruben-Monitoring während der Aushubphase. Die hohe Besiedlungsdichte in der Altstadt erfordert zudem verformungsarme Ankersysteme, um Setzungen an Nachbarbebauung auszuschließen.
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Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum deckt den gesamten technischen Ablauf ab – von der Vorbemessung bis zur Abnahmeprüfung auf der Baustelle in Koblenz.
Vorbemessung und Statik
Ermittlung der Ankerkräfte am räumlichen Stabwerksmodell. Festlegung von Ankerneigung, Länge und Verpresskörpergeometrie spezifisch für Rheinschotter und Tonschiefer.
Eignungs- und Abnahmeprüfungen
Durchführung von Zugversuchen nach DIN EN 1537 direkt auf Ihrer Baustelle. Dokumentation des Kriechmaßes und der elastischen Dehnung für das Prüfprotokoll.
Beratung Korrosionsschutz
Auswahl des Korrosionsschutzes (Klasse I/II) in Abhängigkeit von der Standzeit und der chemischen Analyse des Grundwassers im Koblenzer Becken.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Ankerbemessung für eine Baugrube in Koblenz?
Eine genaue Kalkulation erfolgt nach Vorlage des Baugrundgutachtens und des Lageplans.
Welchen Korrosionsschutz brauche ich für einen Daueranker am Rhein?
Permanente Anker in Koblenz, insbesondere im Einflussbereich von Rheinhochwasser und Tausalz, müssen mindestens Korrosionsschutzklasse II nach DIN EN 1537 aufweisen. Entscheidend ist eine dichte Zementsteinummantelung und ein doppeltes Hüllrohrsystem mit werksseitiger Fettfüllung.
Ab wann ist eine aktive Vorspannung nötig?
Aktive Litzenanker setzen wir in Koblenz immer dann ein, wenn die zulässige Kopfverformung unter 10 mm bleiben muss – etwa bei angrenzender Altbebauung oder unter Bahntrassen. Passive Stabanker sind ausreichend, wenn geringe Verformungen toleriert werden können und der Boden eine ausreichende Vorspannung durch Eigenbewegung aufbaut.