Das Rhein-Mosel-Dreieck bei Koblenz bringt geotechnisch eine besondere Herausforderung mit sich: Die Terrassen und Hänge bestehen oft aus einer Wechsellagerung von quartären Schottern und tertiären, stark verwitterten Tonen. Gerade nach Starkregen, die im Mittelrheintal durch die Kessellage immer wieder auftreten, verändert sich das Verhalten dieser bindigen Schichten drastisch. Wer in Koblenz ein Bauvorhaben auf solchen Böden plant, kommt an den Atterberg-Grenzen nicht vorbei. Ob in den Hanglagen von Stolzenfels, auf den Hochflächen von Asterstein oder in den tiefgründigen Auelehmen nahe der Altstadt – die Plastizität des Feinbodens entscheidet über Setzungsrisiko, Frostempfindlichkeit und die Tragfähigkeit der späteren Gründung. Wir kombinieren die Laboranalyse mit Erkenntnissen aus der Korngrößenanalyse, um die Bodengruppe nach DIN 18196 exakt zuzuordnen und das Baugrundgutachten wasserdicht zu machen.
Die Konsistenzzahl Ic aus den Atterberg-Grenzen ist in Koblenz oft der entscheidende Indikator, ob eine Baugrube ohne aufwendige Wasserhaltung standsicher bleibt.
Technische Details zur Leistung in Koblenz

Kritische Bodenfaktoren in Koblenz
Ein typischer Fehler bei Baugrunduntersuchungen in Koblenz ist, dass man sich auf Erfahrungswerte aus dem Schotter des Rheintals verlässt und die feinkörnigen Lagen in den Terrassen nicht beprobt. Wenn dann der Aushub beginnt und die Baggerschaufel in einen Linsenton gerät, der bei Wasserzutritt sofort aufweicht, ist das Baustopp-Programm vorprogrammiert. Ohne Atterberg-Grenzen fehlt die Grundlage, um die Konsistenz des Bodens zu klassifizieren und die zulässige Sohlspannung festzulegen. Die DIN 1054:2021 fordert für bindige Böden zwingend die Angabe der Zustandsform – die bekommt man nur über die Plastizitätsgrenzen. Gerade in den tiefgründigen Verwitterungsdecken über den devonischen Schiefern am Ehrenbreitstein kann eine Fehleinschätzung der Plastizität dazu führen, dass die geplante Flachgründung nicht ausführbar ist und teure Pfahlgründungen nachträglich eingeplant werden müssen. Und bei Frost: ein als schwach bindig eingestufter Boden, der tatsächlich hochplastisch ist, hebt die Bodenplatte im ersten Winter an.
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Unsere Leistungen
Unsere Laborleistung zu den Atterberg-Grenzen ist in Koblenz eng mit den klassischen Feld- und Laborversuchen verzahnt, damit Sie ein konsistentes Baugrundgutachten erhalten.
Atterberg-Grenzen Laborpaket
Bestimmung von Fließgrenze (Casagrande-Methode) und Ausrollgrenze an gestörten Bodenproben aus Koblenz. Inklusive Bestimmung des natürlichen Wassergehalts, Berechnung von Plastizitätszahl, Konsistenzzahl und Liquiditätsindex.
Bodengruppen-Klassifikation
Kombination von Atterberg-Grenzen und Korngrößenverteilung zur eindeutigen Zuordnung der Bodengruppe nach DIN 18196. Wichtig für die Ausschreibung von Erdarbeiten und die Kennzeichnung von Aushubmaterial in Koblenz.
Probenahme und Transport
Entnahme von gestörten Schürfproben nach DIN EN ISO 22475-1 im Raum Koblenz. Luftdichte Verpackung und Transport in unser Labor, damit der natürliche Wassergehalt nicht verfälscht wird.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Atterberg-Grenzen in Koblenz so wichtig für die Gründung?
Koblenz liegt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, wodurch in den Flussterrassen und Auen feinkörnige, bindige Böden mit hoher Plastizität vorkommen. Ohne die Atterberg-Grenzen können Sie die Zustandsform dieser Tone und Schluffe nicht zuverlässig beurteilen. Die Konsistenzzahl Ic zeigt, ob der Boden steif, halbfest oder weich ist – das ist entscheidend für die Wahl der zulässigen Sohlspannung nach DIN 1054:2021 und für die Frostsicherheit der Gründung.
Was kosten die Atterberg-Grenzen für ein Bauvorhaben in Koblenz?
Für ein Standard-Laborpaket mit Bestimmung von Fließ- und Ausrollgrenze sowie natürlichem Wassergehalt an einer Probe liegen die Kosten im Bereich von 60 bis 100 Euro. Der genaue Preis hängt von der Probenanzahl und dem erforderlichen Bearbeitungsaufwand ab – bei stark organischen oder sehr fetten Tonen aus den Moselauen kann die Aufbereitung aufwendiger sein.
Wie lange dauert die Auswertung der Atterberg-Grenzen im Labor?
Nach Probeneingang liegt das Ergebnis in der Regel innerhalb von drei bis fünf Werktagen vor. Wenn Sie den Bericht für eine Baugenehmigung am Bauamt Koblenz benötigen, planen wir die Prüfung so ein, dass Sie Ihre Unterlagen fristgerecht einreichen können. Bei Eilbedarf sprechen Sie uns an – wir finden eine Lösung.
Reichen die Atterberg-Grenzen allein für die Bodenklassifikation?
Nein, für die vollständige Bodenklassifikation nach DIN 18196 brauchen Sie zusätzlich die Korngrößenverteilung. Die Atterberg-Grenzen bestimmen den Feinanteil (<0,4 mm), aber Sie müssen wissen, wie viel Sand und Kies im Boden steckt. Wir führen beide Prüfungen aus derselben Probe durch, damit die Ergebnisse konsistent sind und Sie die Bodengruppe sicher zuordnen können.